München Film Akademie

Regie Jahreskurs

Steckbrief
Dozent
Kurs Voraussetzungen
nach Absprache
Kosten
480,- € / Monat
max. Teilnehmer
10
nächster Kurs
14.05.2011
Was ist ein guter Film?

Kann es auf diese Frage überhaupt eine “richtige” Antwort geben? Schließlich ist Filmemachen keine Wissenschaft, sondern ein kreativer Prozess, eine Kunst, die versucht, etwas Neues zu zeigen. Sind die Geschmäcker (sowohl der Filmemacher als auch des Publikums) nicht ohnehin viel zu unterschiedlich? Die Wirkungen, die ein und derselbe Film beim Publikum auslösen kann, nicht viel zu verschieden?

Natürlich stimmt es, dass die Reaktionen der Zuschauer zu einem Großteil von ihren persönlichen Vorlieben und Erwartungen abhängen. Natürlich gibt es für das Erzählen von Geschichten keine Kochrezepte, die garantiert funktionieren. Nichtsdestotrotz ist Filmemachen keineswegs beliebig.
Auch wenn es für die “Qualität” eines Films letzten Endes keine objektiven Kriterien gibt: ob ein Film ein Publikum findet oder nicht, hängt vor allem von der emotionalen Wirkung ab, die er bei den Zuschauern entfalten kann. Die Stärke dieser Wirkung wird von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst. Das Handwerk des Filmemachens, umfasst eine Vielzahl von technischen, ästhetischen, dramaturgischen und psychologischen Aspekten. Ein Regisseur, der die Kontrolle über Gestalt und Wirkung seines Films haben will, muss diese handwerklichen Aspekte beherrschen.

Diese Kenntnisse zu vermitteln ist ein Hauptziel dieses Jahreskurses.

In sämtlichen Teilbereichen des Filmemachens, vom Drehbuch über Kamera und Bildgestaltung, von den ureigenen Regieaufgaben, wie der Führung der Schauspieler bis zur Fertigstellung des Filmes in Schnitt und Postproduktion, werden den Studenten dazu etablierte Herangehensweisen und “bewährte Regeln” nahegebracht. Gerade am Anfang ist es wichtig, funktionierende Regeln zu kennen, um von der Komplexität eines Filmdrehs nicht völlig erschlagen zu werden. Mit zunehmender Erfahrung und Sicherheit können Regeln dann leichter als das gesehen werden, was sie sind: ein Hilfsmittel, das man hinter sich lassen kann, wenn man etwas gefunden hat, was in diesem Moment besser funktioniert.

Ziel dabei ist es, den Studenten das Handwerkszeug zu vermitteln, mit dessen Hilfe sie ihre Kreativität und Originalität voll entfalten können.
Um einen wirklich beeindruckenden Film zu schaffen, reicht die Beherrschung des Handwerks alleine jedoch nicht aus. Erst wenn es dem Regisseur gelingt, eine klare Vision der Geschichte zu entwickeln, und diese dann auch so konsequent umzusetzen, dass alle Aspekte des Films, die gleiche Geschichte erzählen, kann der Film seine ganze Wirkung entfalten. Im Rahmen des Jahreskurses werden die Studenten daher von Anfang an dazu angeregt, ihre eigene Stimme zu finden, sich bewusst zu machen, was ihnen persönlich am Filmemachen wichtig ist.
 

 
 
 
Struktur des Jahreskurses an der MFA:

Der Theorieteil dieses Kurses wird in zwei Semestern an den Wochenenden vermittelt.

Die Inhalte bauen sich wie folgt auf

 
Semester I:

WE 1-5
Grundlagen Drehbuch

WE 1: Grundlagen der Filmdramaturgie
WE 2: Genretheorie
WE 3: Die Reise des Helden
WE 4: Dialoggestaltung
WE 5: Visuelles Schreiben und filmische Dynamik


WE 6-9
Grundlagen Kamera

WE 6: Kameratechnik, optische Möglichkeiten
WE 7: Bildgestaltung I
WE 8: Bildgestaltung II
WE 9: Lichtgestaltung I


WE 10-12
Grundlagen Schnitt

WE 10: Montagetheorien/Basiswissen Avid
WE 11: Dramaturgischer Schnitt I/ Dialogschnitt
WE 12: Actionschnitt I


WE 13-17
Grundlagen Schauspielführung

WE 13: Die Arbeit des Schauspielers
WE 14: Die Arbeit mit dem Schauspieler

WE 15: Probentechniken
WE 16: Chronologisches Inszenieren
WE 17: Chronologisches Inszenieren
 
 
WE 18 - 21
 
WE 18: Buchbesprechung
 WE 19,20: Auflösung
 WE 21: Ton
 
 
Praxisblock I
26.09.11 - 11.11.11
 
Achtwöchiger Praxisblock, in dem ein Kurzfilm von ca 10 min Länge vorbereitet, gedreht und geschnitten wird. Dieser Block wird von einem Regisseur begleitet, damit Fragen direkt und vor Ort beantwortet werden können.
Dieser Block endet mit einer Präsentation der Filme in den Räumen der MFA.

Semester II:

WE 22 - 25
Drehbuch II 

 
Szene/Dialog

WE 26 - 29:
Kamera/Regie II

Inszenierung/Schauspielführung/Auflösung

WE 30 - 32
Schnitt II

 
Tonschnitt, Farbkorrektur, Effektschnitt

WE 33
Produktion

Praxisblock II
27.02.12 - 04.05.12

 
Neunwöchiger Praxisblock, in dem ein Kurzfilm von ca 10 min Länge vorbereitet, gedreht und geschnitten wird. Dieser Block wird von einem Regisseur begleitet, damit Fragen direkt und vor Ort beantwortet werden können.

Dieser Block endet mit einer Präsentation der Filme in den Räumen der MFA.