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Schauspielführung für Regisseure und Caster

Zeitraum: – 

Dozent: Lou Binder

Minimale Teilnehmerzahl:

Maximale Teilnehmerzahl: 6

Kursbeschreibung

In diesem 5 tägigen Workshop haben Regisseure und Caster die Möglichkeit, ihre individuellen Kenntnisse der Schauspielführung zu erweitern. Es werden folgende Inhalte behandelt:

– Die Arbeit des Schauspielers
– Die Arbeit mit dem Schauspieler / Probentechniken
– Chronologisches Inszenieren
– Achronologisches Inszenieren

Gute Kommunikation zwischen einem Regisseur oder Caster und seinen Schauspielern ist für einen guten Film essentiell. Wer sich Schauspieler- oder Regisseur- Interviews in ’Making-Ofs’ anschaut, der wird immer wieder folgende Sätze (in dieser oder ähnlicher Form) hören: „ … it was wonderful to work with… because I knew I could totally trust her / him.“ Und genau dieses gute Arbeitsverhältnis zwischen Regisseur/Caster und Schauspieler, ist in einem guten Film oder Theaterstück zu sehen, bzw. zu spüren. Ein solches Arbeitsverhältnis basiert auf gegenseitigem Respekt und Vertrauen – welches wiederum nur unter bestimmten Bedingungen entstehen kann:

1. Die eine Seite weiss und VERSTEHT, was die andere tut:
Besonders für einen guten Regisseur/Caster ist es unbedingt notwendig – da der nunmal der „Chef“ von beiden ist, auch wirklich zu verstehen, was der Schauspieler eigentlich tut („ACTing“) und wie er arbeitet. Nur so kann er das „beste aus seinem Schauspieler herausholen“. Natürlich sollte ein guter Schauspieler auch wissen, was sein Regisseur/Caster tut, dies ist aber eher sekundär wichtig, denn letztendlich entscheidet der Regisseur/Caster, wie es nun in der Szene weiter geht. Vom Schauspieler aus kommen Vorschläge, die der Regisseur/Caster übernehmen kann oder nicht. Aufgabe der Schauspielers ist es, dem Wunsch der Regisseurs/Casters zu folgen und diesen umzusetzen. Damit kommt Punkt 2. ins Spiel:

2. Beide Seiten sind in der Lage, ihren Standpunkt auch zu KOMMUNIZIEREN:
Die richtige Kommunikation ist das A und O und hier entstehen – banalerweise – die meisten Probleme (durch Missverständnisse), was hinterher im Film oder Theaterstück IMMER spürbar sein wird. Oftmals werden Dinge vom Schauspieler aus der Sicht des Regisseurs/Casters nur unzureichend umgesetzt. Dann sollte unbedingt herausgefunden werden, ob der Schauspieler tatsächlich unfähig ist, das Gesagte umzusetzen, was gut möglich ist, ODER ob vielleicht die KOMMUNIKATION nicht klar genug ist. Damit ein Regisseur/Caster klare Anweisungen geben kann, muss er wiederum die Sprache des Schauspielers sprechen können (siehe Punkt 1.); – und die dreht sich immer um das HANDELN, weswegen die englische Bezeichnung ACTing den Beruf des Schauspielers wesentlich besser beschreibt als die Deutsche. Wer einem Schauspieler das Richtige zu TUN gibt, macht auch gute Regieanweisungen und kann das maximale herausholen!

Aber was heißt das genau?

Ein Regisseur/Caster muss mehrere Dinge beachten, damit eine intensive Arbeit zwischen ihm und dem Schauspieler überhaupt stattfinden kann:

1. Er muss erkennen, wann der Schauspieler Hilfe braucht,
2. Er muss erkennen wann er der Inspiration des Schauspielers freien Lauf lassen sollte,
3. Er muss dem Schauspieler einen Raum verschaffen können, indem er die Arbeit des Schauspielers kennt und honoriert,
4. Er muss in der Lage sein, einen Schauspieler über dessen Grenzen hinaus zu tragen, was er nur schaffen kann, wenn er die Arbeit des Schauspielers so gut versteht, dass er die Berührungsangst, nicht aber den Respekt verliert.

In diesen 5 Tagen haben 8 Regisseure/Caster die Möglichkeit, sich den Schwierigkeiten des Führens von Schauspielern zu stellen.

In Theorieblöcken erfahren die Kursteilnehmer die grundlegenden Bedürfnisse und Arbeitsweisen von Schauspielern. Danach werden zusammen mit den Schauspielern Szenen erarbeitet, um unterschiedliche Probentechniken und Herangehensweisen zu erlernen. Die Szenen werden vor die Kamera gebracht und sowohl chronologisch als achronologisch gedreht, um die Probleme von Anschlüssen aller Arten, auch emotionalen, kennenzulernen.

Der letzte Tag dient der Analyse.

Gearbeitet wird mit eigenen Szenen oder mit Szenen aus dem Archiv.
Die Kursteilnehmer werden lernen, Schauspielern direkte und Anweisungen “in Schauspieler-Sprache“ zu geben und damit einen Weg zu ihren Schauspielern finden.
Das gedrehte Material erhalten alle Teilnehmer ungeschnitten auf DVD.

Der Unterricht findet von Montag bis Samstag jeweils von 10:00 bis 17:00 Uhr (inkl. 60-90 Minuten Mittagspause) statt.

Hier online anmelden

650,00